Reinigungsfirma wechseln: So planen Sie den Übergang richtig
Manchmal passt die Zusammenarbeit mit der Reinigungsfirma nicht mehr. Ob nachlassende Qualität, unerklärliche Preiserhöhungen oder mangelnde Zuverlässigkeit – ein Wechsel kann die richtige Entscheidung sein. Damit der Übergang reibungslos verläuft und keine Lücke in der Reinigung entsteht, sollten Sie den Wechsel sorgfältig planen.
Typische Gründe für einen Wechsel der Reinigungsfirma
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Bevor Sie kündigen, lohnt es sich, die Gründe klar zu benennen. Manchmal lässt sich ein Problem durch ein offenes Gespräch lösen:
- Nachlassende Reinigungsqualität: Ecken werden ausgelassen, Oberflächen nur oberflächlich gereinigt, Sanitäranlagen nicht gründlich desinfiziert
- Unzuverlässigkeit: Termine werden nicht eingehalten oder die Reinigung erfolgt zu anderen Zeiten als vereinbart
- Preiserhöhungen ohne Mehrwert: Die Firma erhöht Preise, ohne die Leistung zu verbessern oder die Erhöhung nachvollziehbar zu begründen
- Häufiger Personalwechsel: Ständig wechselndes Personal kennt die Räumlichkeiten nicht und macht mehr Fehler
- Schlechte Kommunikation: Beschwerden werden ignoriert, Rückrufe erfolgen nicht
- Fehlende oder abgelaufene Versicherung: Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist Pflicht – prüfen Sie, ob diese noch gültig ist
Schritt-für-Schritt zum erfolgreichen Wechsel
1. Vertrag prüfen – rechtliche Grundlagen
Bevor Sie kündigen, prüfen Sie Ihren bestehenden Vertrag genau:
- Kündigungsfrist: Üblich sind 1–3 Monate. Manche Verträge erlauben nur 30 Tage, andere verlangen 3 Monate zum Quartalsende.
- Mindestlaufzeit: Viele Verträge haben eine Mindestlaufzeit von 6–12 Monaten. Vorzeitige Kündigung nur bei nachgewiesenem Vertragsbruch.
- Automatische Verlängerung: Prüfen Sie, ob sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird.
- Form der Kündigung: Schriftliche Kündigung per Einschreiben ist Standard. Eine E-Mail allein reicht rechtlich oft nicht.
- Sonderkündigungsrecht: Bei gravierenden Mängeln (z. B. Diebstahl, wiederholte Vertragsverletzung) können Sie ausserordentlich kündigen.
2. Neue Firma suchen (parallel)
Starten Sie die Suche vor der Kündigung, damit keine Lücke entsteht:
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- Firmen im Dienstleister-Verzeichnis vergleichen und Bewertungen lesen
- Mindestens 3 Offerten einholen und Leistungsumfang, Versicherung und Referenzen vergleichen
- Probereinigung vereinbaren, bevor Sie sich langfristig binden
3. Kündigung formell aussprechen
- Schriftlich per Einschreiben – Nachweis über den Zugang der Kündigung
- Auf die Kündigungsfrist achten – Kündigung muss rechtzeitig beim Empfänger eintreffen
- Sachlich formulieren – neutral und professionell bleiben, Gründe sind optional
- Enddatum klar nennen – z. B. «Hiermit kündigen wir den Reinigungsvertrag per [Datum]»
- Schlüsselrückgabe vereinbaren – Termin und Ort festlegen
4. Übergang organisieren
- Schlüssel und Zugangscodes von der alten Firma termingerecht zurückfordern
- Alarmcodes und Zugangsberechtigungen aktualisieren
- Neue Firma einweisen: Räumlichkeiten zeigen, Prioritäten klären, Reinigungsplan besprechen
- Erste Reinigungen kontrollieren: Qualität der neuen Firma in den ersten 2–3 Wochen besonders genau prüfen
Tipps für den nahtlosen Übergang
- Überlappungsphase einplanen – idealerweise 1 Woche, in der die neue Firma bereits parallel starten kann
- Reinigungsplan schriftlich dokumentieren – erleichtert jeder neuen Firma den Einstieg erheblich
- Feedback geben – teilen Sie der neuen Firma von Anfang an mit, was Ihnen besonders wichtig ist und was beim alten Anbieter nicht funktioniert hat
- Probezeit vereinbaren – die meisten seriösen Firmen bieten 1–3 Monate mit verkürzter Kündigungsfrist
- Regelmässige Qualitätskontrollen – besonders in den ersten Monaten aufmerksam prüfen
Checkliste: Den richtigen neuen Anbieter finden
Bei der Auswahl der neuen Reinigungsfirma sollten Sie diese Punkte prüfen:
- Handelsregistereintrag vorhanden und aktuell
- Betriebshaftpflichtversicherung nachgewiesen
- Positive Online-Bewertungen (Google, Trustpilot)
- Referenzen von vergleichbaren Kunden
- Detaillierte schriftliche Offerte mit klarem Leistungskatalog
- Feste Ansprechperson für Rückfragen und Reklamationen
- Faire, transparente Preise (nicht der Billigste!)
- Flexibilität bei Terminänderungen und Sondereinsätzen
Wann ist ein Wechsel nicht sinnvoll?
Nicht immer ist ein Wechsel die beste Lösung. In folgenden Fällen kann es besser sein, das Gespräch mit der aktuellen Firma zu suchen:
- Einmalige Qualitätsprobleme: Jede Firma hat mal einen schlechten Tag. Reklamieren Sie konkret und geben Sie eine zweite Chance.
- Personalwechsel wegen Krankheit: Kurzfristiger Personalersatz hat selten die gleiche Qualität. Sprechen Sie das Thema offen an.
- Preiserhöhung nach Jahren: Wenn die Firma die Preise erstmals nach mehreren Jahren moderat erhöht (z. B. Teuerungsausgleich), ist das nachvollziehbar.
- Guter Gesamteindruck: Wenn die Firma grundsätzlich gute Arbeit leistet und nur in einem Bereich schwächelt, ist ein gezieltes Feedback oft effektiver als ein kompletter Wechsel.
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